Dez 122012
 


Wer sagt eigentlich, dass Studien- und Kulturfahrten nur was für Erwachsene sind? Dass auch – oder gerade – die Jüngsten schon mit großem Entdeckergeist unterwegs sind, bewiesen die Kinder der Schwarze-Heide-Grundschule. Und man muss gar nicht so weit reisen, um für sich eine ganz neue Welt zu entdecken. Schon kurz hinter der deutschen Grenze findet sich ein Land, welches mit wunderlichen Dingen aufwarten kann. Wo lässt sich schließlich heutzutage noch eine waschechte Königin ausmachen?
Unter dem Motto „Hand in Hand ins Nachbarland“ machten sich die Kinder des Offenen Ganztages der Schwarze-Heide-Grundschule vom 20. bis zum 22. September auf den Weg, um die holländische Küste zu erobern.
„Wir haben mit unserem Haus in Scharendijke die Möglichkeit, unseren Kindern ein fantastisches Ausflugsziel zu bieten“, sagt Ulrike Moorrees, welche als Leiterin des offenen Ganztages dafür sorgt, dass den Kindern auch nach dem Unterricht ein pädagogisch wertvolles Freizeit- und Lernangebot zur Verfügung steht. „Die Fahrt nach Scharendijke war sozusagen unsere Jungfernfahrt. Während die anderen Kinder Projekttage hatten, konnten sich unsere Kinder aus der Villa Pfiffikus entscheiden, ob sie Lust haben, mit uns nach Holland in das Haus des evangelischen Jugendreferats zu reisen und dort die holländische Kultur kennenzulernen“.
Und die Resonanz war groß. Vierzig Schüler und Schülerinnen entschieden sich, das Haus an der holländischen Küste in Beschlag zu nehmen. Für die meisten Kinder war es die erste Fahrt ohne ihre Eltern. „Ich hatte am Anfang ganz schön Angst“, erzählt dann auch die Zweitklässlerin Marisa H., „aber nachdem ich sah, was man hier alles entdecken und lernen kann, wollte ich gar nicht mehr weg“. Und das Angebot hatte es in sich: Schon am ersten Tag wurde nach dem Bezug der Zimmer der Strand erobert, bevor am Abend ein Gemeinschaftsabend und anschließend eine Nachtwanderung stattfand. Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der holländischen Kultur. Während manche Kinder im Supermarkt typisch holländische Speisen einkauften, um diese nachher den anderen zu präsentieren, übten andere Kinder holländische Lieder oder Sketche ein, die dann bei einem „Bunten Abend“ unter großem Applaus vorgeführt wurden. „Wichtig war uns den Kindern zu vermitteln, dass es auch viele andere Kulturen gibt, die es wert sind entdeckt zu werden“, kommentierte dann auch der Schulsozialarbeiter Michael Kazmierski die vielen Bausteine dieser Reise.
Am Ende der Fahrt und nach aufregenden Stunden stand dann allen die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. „Es war für alle anstrengend“, resümmierte dann Ulrike Moorrees erschöpft aber glücklich. Und die kleine Marisa ergänzte: „Ich bin ganz schön kaputt, aber eines steht fest: Beim nächsten Mal fahre ich wieder mit!“. Es scheint sich also gelohnt zu haben, diese Fahrt „Hand in Hand ins Nachbarland“…