Sep 032014
 

Keine Panik! Kopflausbefall ist in der Regel eine harmlose, aber dennoch äußerst lästige Angelegenheit, die in den besten Familien vorkommen kann und mit mangelnder Hygiene nichts zu tun hat. Bei sorgfältiger Behandlung bekommt man das Problem i.A. schnell in den Griff. Das sagt das Gesundheitsamt zum Thema Kopfläuse:

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein flügelloses Insekt, das ausgewachsen 2,1 bis 3,3 mm misst. Das entspricht in etwa der Größe eines Sesamsamenkorns. Sie ist ein Außenparasit (Ektoparasit) des Menschen und lebt in dessen Kopfhaar.

Jeder kann sie bekommen, niemand muss sich schämen. Entgegen allgemeiner Vorurteile hat Kopflausbefall nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun.

Haare waschen mit einem normalen Shampoo kann sie weder fernhalten noch entfernen.

Kopfläuse finden in Kindertagesstätten und Schulen besonders gute Bedingungen, da sie bei engem Körperkontakt, beispielsweise beim Spielen und Toben, leicht von einem zum anderen „Wirt“ wandern können.

Überwiegend Kinder im Vor- und Grundschulalter werden deshalb von Läusen befallen. Unter Kindern dieser Altersgruppe kommt es immer wieder und zu allen Jahreszeiten zu „Läuseepidemien“.

>>> Kopfläuse- Elterninfo des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes der Stadt Oberhausen

 

Ein Kopflausbefall ist meldepflichtig! (>> §34 IfSG)
Bitte melden Sie sich bei einem Kopflausbefall Ihres Kindes umgehend im Sekretariat.

>>> Kopflaus – Erklärung der Eltern zur Wiederzulassung zum Unterricht

Bitte beachten Sie:
– Erst nach sorgfältiger Behandlung und mit Abgabe dieser Erklärung kann ihr Kind wieder den Unterricht besuchen! –
(Zur Wiederzulassung ist eine absolute Nissenfreiheit nicht erforderlich. Aus Nissen, die nach durchgeführter Behandlung mehr als 1cm von der Kopfhaut entfernt noch im Haar haften, können keine lebenden Läuse mehr schlüpfen.)

Diese Behandlungsschritte sind notwendig:

  • Tag 1: Mit einem Läusemittel behandeln und anschließend nass auskämmen
  • Tag 5: Nass auszukämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen, bevor sie mobil sind
  • Tag 8, 9 oder 10: Erneut mit dem Läusemittel behandeln, um spät geschlüpfte Larven abzutöten, anschließend nasses Auskämmen mit Pflegespülung
  • Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen
  • Tag 17: evtl. letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen
  • Zusätzlich empfohlene Maßnahmen: Kämme, Bürsten, Haarspangen und Haargummis gründlich reinigen; eine eigene Bürste und Kamm für jedes Familienmitglied; Schlafanzüge, Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher wechseln
Aug 132014
 

Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gem. §34 Abs. 5 S. 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Wenn Ihr Kind eine ansteckende Erkrankung hat und dann die Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besucht, in die es jetzt aufgenommen werden soll, kann es andere Kinder, Lehrer, Erzieher oder Betreuer anstecken. Außerdem sind gerade Säuglinge und Kinder während einer Infektionskrankheit abwehrgeschwächt und können sich dort noch Folgeerkrankungen (mit Komplikationen) zuziehen.

Um dies zu verhindern, möchten wir Sie mit diesem Merkblatt über Ihre Pflichten, Verhaltensweisen und das übliche Vorgehen unterrichten, wie sie das Infektionsschutzgesetz vorsieht. In diesem Zusammenhang sollten Sie wissen, dass Infektionskrankheiten in der Regel nichts mit mangelnder Sauberkeit oder Unvorsichtigkeit zu tun haben. Deshalb bitten wir Sie stets um Offenheit und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das Gesetz bestimmt, dass Ihr Kind nicht in die Schule oder andere GE gehen darf, wenn

1. es an einer schweren Infektion erkrankt ist , die durch geringe Erregermengen verursacht wird. Dies sind nach der Vorschrift: Diphtherie, Cholera, Typhus, Tuberkulose und Durchfall durch EHEC-Bakterien. Alle diese Krankheiten kommen bei uns in der Regel nur als Einzelfälle vor (außerdem nennt das Gesetz noch virusbedingtehämorrhagische Fieber, Pest und Kinderlähmung. Es ist aber höchst unwahrscheinlich,dass diese Krankheitserreger in Deutschland übertragen werden);

2. eine Infektionskrankheit vorliegt, die in Einzelfällen schwer und kompliziert verlaufen kann, dies sind Keuchhusten, Masern, Mumps, Scharlach, Windpocken, Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien, Meningokokken-Infektionen, Krätze, ansteckende Borkenflechte, Hepatitis A und bakterielle Ruhr;

3. ein Kopflausbefall vorliegt und die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist;

4. es vor Vollendung des 6. Lebensjahres an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt ist oder ein entsprechender Verdacht besteht.

Die Übertragungswege der aufgezählten Erkrankungen sind unterschiedlich. Viele Durchfälle und Hepatitis A sind sogenannte Schmierinfektionen. Die Übertragungerfolgt durch mangelnde Händehygiene sowie durch verunreinigte Lebensmittel, nur selten durch Gegenstände (Handtücher, Möbel, Spielsachen). Tröpfchen- oder „fliegende“ Infektionen sind z.B. Masern, Mumps, Windpocken und Keuchhusten. Durch Haar-, Haut- und Schleimhautkontakte werden Krätze, Läuse und ansteckende Borkenflechte übertragen.

Dies erklärt, dass in Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besonders günstige Bedingungen für eine Übertragung der genannten Krankheiten bestehen. Wir bitten Sie also, bei ernsthaften Erkrankungen Ihres Kindes immer den Rat Ihres Haus- oder Kinderarztes in Anspruch zunehmen (z.B. bei hohem Fieber, auffallender Müdigkeit, wiederholtem Erbrechen, Durchfällen länger als einen Tag und anderen besorgniserregenden Symptomen).

Er wird Ihnen – bei entsprechendem Krankheitsverdacht oder wenn die Diagnose gestellt werden konnte – darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch der GE nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.

Muss ein Kind zu Hause bleiben oder sogar im Krankenhaus behandelt werden, benachrichtigen Sie uns bitte unverzüglich und teilen Sie uns auch die Diagnose mit, damit wir zusammen mit dem Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen ergreifen können, um einer Weiterverbreitung der Infektionskrankheit vorzubeugen.

Viele Infektionskrankheiten haben gemeinsam, dass eine Ansteckung schon erfolgt, bevor typische Krankheitssymptome auftreten. Dies bedeutet, dass Ihr Kind bereits Spielkameraden, Mitschüler oder Personal angesteckt haben kann, wenn es mit den ersten Krankheitszeichen zu Hause bleiben muss. In einem solchen Fall müssen wir die Eltern der übrigen Kinder anonym über das Vorliegen einer ansteckenden Krankheit informieren.

Manchmal nehmen Kinder oder Erwachsene nur Erreger auf, ohne zu erkranken. Auch werden in einigen Fällen Erreger nach durchgemachter Erkrankung noch längere Zeit mit dem Stuhlgang ausgeschieden oder in Tröpfchen beim Husten und durch dieAusatmungsluft übertragen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie Spielkameraden, Mitschüler oder das Personal anstecken. Im Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen, dass die „Ausscheider“ von Cholera-, Diphtherie-, EHEC-, Typhus-, Paratyphus- und Shigellenruhr-Bakterien nur mit Genehmigung und nach Belehrung des Gesundheitsamtes wieder in eine GE gehen dürfen.

Auch wenn bei Ihnen zu Hause jemand an einer schweren oder hochansteckenden Infektionskrankheit leidet, können weitere Mitglieder des Haushaltes diese Krankheitserreger schon aufgenommen haben und dann ausscheiden, ohne selbst erkrankt zu sein. Auch in diesem Fall muss Ihr Kind zu Hause bleiben. Wann ein Besuchsverbot der Schule oder einer anderen GE für Ausscheider oder ein möglicherweise infiziertes aber nichterkranktes Kind besteht, kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt oder Ihr Gesundheitsamt mitteilen. Auch in diesen beiden genannten Fällen müssen Sie uns benachrichtigen.

Gegen Diphtherie, Masern, Mumps, (Röteln), Kinderlähmung, Typhus und Hepatitis A stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Liegt dadurch ein Schutz vor, kann das Gesundheitsamt in Einzelfällen das Besuchsverbot sofort aufheben. Bitte bedenken Sie, dass ein optimaler Impfschutz jedem Einzelnen sowie der Allgemeinheit dient.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Kinderarzt oder an Ihr Gesundheitsamt. Auch wir helfen Ihnen gerne weiter.

Aug 132014
 
Sollte Ihr Kind einmal krank sein und in der Schule fehlen müssen, so entschuldigen Sie es bitte morgens vor Unterrichtsbeginn telefonisch. Bitte benutzen Sie dazu auch den Anrufbeantworter der Schule.

Wenn Ihr Kind wieder gesund ist und zur Schule kommt, benötigen wir in jedem Fall eine schriftliche Entschuldigung; ein ärztliches Attest dagegen brauchen wir normalerweise nicht.

Hat Ihr Kind eine ansteckende Krankheit, z.B. Masern, Kopfläuse, Keuchhusten o.ä., brauchen wir eine Bescheinigung des Arztes, sobald das Kind wieder die Schule besuchen darf.

Wenn Ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen nicht am Sport­unterricht oder Schwimmen teilnehmen darf, benötigen wir ebenfalls eine schriftliche Entschuldigung; bei längeren Zeiträumen ist ein ärztliches Attest erforderlich. Nach Absprache mit der Klassenlehrerin nimmt Ihr Kind dann am Unterricht einer anderen Klasse teil oder schaut beim Sportunterricht zu.

Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise nach dem Infektionsschutzgesetz auf den Seite 20 bis 22! Bitte lesen Sie sich dieses Merkblatt sorgfältig durch!