Sep 072014
 

Gemäß unserem Leitbild wollen wir erreichen, dass die Kinder an unserer Schule mit Freude lernen und ein positives Lernklima kennenlernen, in dem Lernfreude und –motivation wichtig sind und sie Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit gewinnen können. Wir wollen den Kindern darum auch Zeit zum Lernen lassen und sie fördern und fordern.

 

Entsprechend den Richtlinien und der AO-GS sehen wir als Ziel der individuellen Förderung, „alle Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeits­entwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeiten gleichermaßen umfassend zu fördern.“

Grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form wollen wir so vermitteln, dass sie an die individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Kinder angepasst sind. Ferner  verfolgt die Förderung Ziele und Maßnahmen, die zum Aufbau folgender wichtiger Kompetenzen verhelfen:

  • alters- und situationsgemäßes Verhalten
  • Aufbau von Lernfreude und Motivation
  • Entwicklung kognitiver Kompetenzen
  • Entwicklung sprachlich-kommunikativer Kompetenzen
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen
  • Entwicklung motorischer Kompetenzen

Unser Ziel ist es, fachspezifische Anliegen mit entwicklungsspezifischen Förderaspekten zu verknüpfen.

Ausgangspunkt sind dabei stets die bereits bei den Kindern vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie ihre Entwicklungsbedürfnisse. Als wichtige Aufgabe sehen wir  an, durch Fördern Selbstvertrauen aufzubauen, Motivation zu schaffen, Versagensängste abzubauen und Frustration durch abwechslungsreiche Übungen zu vermeiden.

Individuelle Förderung an der Schwarze-Heide-Schule will folgendes:

  • Wir wollen Kinder nicht über- oder unterfordern und deshalb Aufgabenstellungen differenziert auswählen.
  • Wir wollen durch diagnostische Verfahren und strukturierte Beobachtungen im Unterricht herausfinden, wo Stärken und Schwächen der Kinder liegen und dahingehend auf ihre Bedürfnisse eingehen.
  • Wir wollen angemessene Förderung für alle und dabei vor allem den schwachen Schülern helfen, aber auch die leistungsstarken Schüler fordern.
  • Wir wollen Kinder zum selbständigen und eigenverantwortlichen Lernen führen und auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen.
Sep 072014
 

Das Erfassen der Lernausgangslagen beginnt bereits in dem beschriebenen Prozess von der Schulanmeldung bis zur Einschulung. Durch Gespräche und Austausch, den Cito-Sprachstandstest sowie das Kennerlernen beim Schulspiel erhalten wir erste Hinweise auf die schon erworbenen Kompetenzen der Kinder und vervollständigen diese in den ersten Schulwochen durch die strukturierte Beobachtung und kleine Testverfahren in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Angewandte Verfahren im Fach Deutsch berücksichtigen die visuelle und akustische Diskriminierungsfähigkeit, Bild-Wort-Tests sowie die Hamburger Schreibprobe und den Stolperwörter-Lesetest, im Fach Mathematik Eingangstest z.B. Mathematikus, Prätests, 10-Minuten-Tests. Ungefähr zum Ende des ersten Schulhalbjahres führen wir mit allen Erstklässlern einen sportmotorischen Test durch und beraten daraufhin die Eltern zum Thema Motorik / Bewegungsförderung.

Die alltägliche, strukturierte Beobachtung erleichtern unterschiedliche Formen von Beobachtungsbögen. Diese sind noch weiter auszutauschen und abzustimmen.

 

Sind Kinder bei Ärzten, Therapeuten oder weiteren Stellen in Behandlung und liegt die Einwilligung der Eltern vor, werden Ergebnisse der Diagnosen ausgetauscht und in Förderplanungen berücksichtigt. Im damaligen Förderprojekt wirkte die Lerntherapeutin unterstützend mit bei der Diagnostik und bei der Wahl von Fördermaßnahmen.

Sep 072014
 

Verantwortlich und Koordinatorin für die Förderung eines Kindes ist die Klassenlehrerin. Bei ihr kommen alle Informationen zusammen, sie spricht die Förder-Schwerpunkte ab und plant die Förderung. Dabei bezieht sie die weiteren Aktiven ein:

  • die Eltern werden über die wesentlichen Inhalte informiert, besondere Maßnahmen werden mit ihnen abgestimmt;
  • die Fach-Lehrkräfte berichten der Klassenlehrerin regelmäßig und aktualisieren mit ihr gemeinsam die Förder-Schwerpunkte;
  • bei Ganztags-Kindern: die zuständige Mitarbeiterin oder die Leiterin der Villa Pfiffikus, um mögliche Förderungen in diesem Bereich zu initiieren;
  • nach Absprache mit den Eltern außerschulische Förder-Partner, Familienhilfe, Ärzte, Therapeuten etc.;
  • nach Bedarf die Sonderpädagogin, den Schulsozialarbeiter sowie die Schulleitung.

Der Förderplan, wir nennen ihn  „Lern- und Förderportfolio“,  verzahnt individuelle, entwicklungsspezifische Förderziele mit fachbezogenen Lernzielen und standortbezogenen Lehrplänen.  In ihm werden relevante Aspekte der Lernausgangslage, Schwerpunkte der Förderung sowie festgelegte Maßnahmen dokumentiert. Nach der Erarbeitung im Frühjahr 2013 erproben wir zur Zeit eine abgesprochene Struktur für dieses Lern- und Förderportfolio mit folgenden Zielsetzungen: praktisch und arbeitsökonomisch zu bewältigen sein, auch in der Fortschreibung; eine Kooperationsstruktur enthalten und Verantwortlichkeiten festlegen; eine Zielhierarchie enthalten; Zeiträume für das Erreichen von Zielen enthalten sowie für die Beteiligten nachvollziehbar und kommunizierbar sein. Unser Lern- und Förderportfolio enthält ein Deckblatt, auf dem bereits die Förderschwerpunkte erkennbar werden, berücksichtigt sind dabei immer die Bereiche Motorik, Wahrnehmung, Emotionalität, Lern- und Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Deutsch und Mathematik. Ergänzt werden können nach Bedarf weitere Bereiche (z.B. Sachunterricht oder Englisch). Im dem Lern- und Förderportfolio werden weiterhin alle Fördermaßnahmen fortlaufend dokumentiert und auch außerschulische Maßnahmen berücksichtigt.

Sep 072014
 

Schwerpunktmäßig erfolgt die individuelle Förderung im Rahmen des Klassenunterrichts durch innere Differenzierung unter Berücksichtigung der individuellen Förder-Schwerpunkte. Die innere Differenzierung erfolgt dabei durch Differenzierung der individuellen Lernziele und der Schwerpunktsetzung, beispielsweise

  • mit Materialien unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen,
  • durch das Lernen an Stationen oder Werkstätten,
  • durch individuelle Aufgabenstellungen,
  • durch Aufgabenstellungen, die in natürlicher Differenzierung unterschiedliche Anforderungsniveaus beinhalten,
  • durch die Wahl unterschiedlicher Methoden oder Sozialformen,
  • durch die Art der Hilfen (durch andere Schüler/innen oder die Lehrkraft)
  • durch Arbeiten mit verschieden anspruchsvollen Medien.

Bei den Hausaufgaben gibt es individuelle Absprachen je nach Leistungsvermögen der Schüler. So kann es die Sternchen – Aufgabe für den leistungsstärkeren Schüler geben, aber auch die individuell zugeschnittene Aufgabe für den LRS – Schüler. Dabei sollen die vorgegebenen Zeiten für die Erledigung von Hausaufgaben nicht überschritten werden.

 

Zusätzlich erfolgt die Förderung in Kleingruppen. Hierbei können effektiv Lernrückstände aufgearbeitet und auch leistungsstarke Kinder mehr noch herausgefordert werden. Die Anzahl der Förderstunden in den Klassen ist abhängig von der Lehrerstellenbesetzung und damit der Verfügbarkeit von Lehrerstunden. Diese Förderstunden werden jahrgangsbezogen (evtl. Öffnung für Schüler/innen angrenzender Jahrgänge berücksichtigt) verantwortet und die Schwerpunkte der Förderung grundsätzlich im Jahrgangsstufenteam gemeinsam festgelegt und evaluiert.

Mögliche Förderschwerpunkte gerade in Kleingruppen sind

  • Sprachförderung,
  • Förderung im mathematischen Bereich,
  • Förderung für „Risikokinder“ in der Schuleingangsphase (Wahrnehmung, Vorläuferfertigkeiten zum Lesen, Schreiben und Rechnen, u.a. phonologisches Bewusstsein, Lernentwicklung, …),
  • Sozialverhalten,
  • Aufarbeitung von Teil-Bereichen (z.B. Geometrie, Sprache untersuchen),
  • Knobelaufgaben Mathematik,
  • Informationsrecherche (z.B. Internet).

Wünschenswert wäre sicherlich eine ausgesprochen hohe Zahl dieser Kleingruppenstunden, die als Förderung oder AG noch umfassender Förder-, Forder- und Neigungsschwerpunkte der Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützten. Aufgrund der wenigen dafür zur Verfügung stehenden Stunden aus dem Lehrerstundenkontingent ist aber immer nur eine kleine Auswahl möglich.

 

In der Schuleingangsphase legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Arbeit in kleinen Fördergruppen, um bei der Erarbeitung in den Kernfächern die Basis der Kinder zu festigen und ihre Lernausgangslagen umfassend zu erfassen.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Team des Offenen Ganztags ergeben sich weitere Möglichkeiten zur Förderung von Ganztagskindern nach Absprache mit den Klassenlehrerinnen. Schwerpunkte liegen dabei im Bereich sprachlicher, musikalischer, künstlerischer und motorischer Förderung sowie herausfordernde Projekte (Schach, Hai-AG, …).

 

Die Teilnahme an Wettbewerben ist fester Bestandteil in unserer Förderarbeit. Hier sind zu nennen:

  • Landesweiter Mathematikwettbewerb
  • Känguru – Wettbewerb
  • ausgeschriebene Wettbewerbe im Bereich Deutsch und Kunst

 

Die Förderung begabter Kinder erfolgt bei uns durch

  • offene Unterrichtsformen
  • Aufgaben auf dem Niveau der Kompetenzstufe 3
  • Einsatz der Knobelboxen
  • Medienboxen der SBA
  • Arbeit am Computer
  • gezielte Teilnahme an Wettbewerben

 

Besondere Fördermaßnahmen

  • Die LRS – Förderung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der Caritas ab 2.Hj. der Klasse 2 bis zum Ende der Klasse 3, in Einzelfällen auch darüber hinaus.
  • Die Förderung sprachschwacher Kinder bzw. von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache erfolgt in kleinen Gruppen.
  • Die Schule nimmt am Jeki – Projekt der Landesregierung seit Beginn teil.
  • Die Arbeit am Computer ist sehr motivierend und fördert die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler. Mit den Lernprogrammen und den Lernwerkstätten ist eine individuelle Förderung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch möglich, Bereiche der Wahrnehmung und Konzentration werden geschult. Das Programm Antolin wird zur Leseförderung eingesetzt. Der Besuch in der Schülerbücherei ist regelmäßig möglich.
Sep 072014
 

Unser Ziel der Sprachförderung: Wir wollen die Schüler/innen befähigen,

  • ihren Wortschatz zu erweitern,
  • ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu verbessern,
  • sich im Unterricht in allen Fächern kompetent auszudrücken,
  • aktiv im Unterricht mitzuarbeiten,
  • Informationen in der Erst- und evtl. Zweitsprache zu verarbeiten,
  • den sprachlichen Anforderungen mündlich und schriftlich gewachsen zu sein,
  • grammatikalische Formen anzuwenden,
  • ihre Lesekompetenz zu verbessern,
  • ihr Sozialverhalten zu stärken und
  • die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulbesuch zu schaffen.

Für manche unserer Schülerinnen und Schüler ist Deutsch die Zweitsprache und sie sprechen ihre Erstsprache mit unterschiedlich gesicherten Kenntnissen – für manche ist Deutsch Erstsprache, aber ihre Fähigkeiten offenbaren Schwierigkeiten in der Aneignung. Oftmals ist der Wortschatz dieser Schüler/innen begrenzt und ihre grammatikalischen Strukturen sind noch unvollkommen. Ein wichtiger Baustein ist darum die Sprachförderung dieser Kinder.

Nach der Sprachstandserhebung der Vierjährigen in Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen und einer evtl. dortigen Förderung werden alle zukünftigen Schulkinder nach der Schulanmeldung mit dem Cito-Test auf ihre Fertigkeiten in den Bereichen phonologische Bewusstheit, passiver Wortschatz, kognitive Begriffe und Textverständnis getestet. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird mit den Eltern und den Kindertageseinrichtungen über den Sprachstand beraten. Die Testung wird dann nach der Einschulung noch einmal wiederholt und verglichen.

Stehen gerade in der Schuleingangsphase grundlegende Themen zum sozialen Umgang in der Schule (Kontaktaufnahme, Mitteilung eigener Befindlichkeiten und Wünsche, Konfliktbearbeitung, …) sowie zur erfolgreichen Teilnahme am Unterricht (z.B. Wortmaterial der Anlaute und der Medien) im Mittelpunkt der Förderung, so wandert dieser im Laufe der Schuljahre auf den Bereich kulturelles Wissen (Verständnis von Sachzusammenhängen, Anbindung an den Sachunterricht) und eine abstrakte und formalisierte Sprache.

Grundlage der Förderung in der Schule stellt neben wesentlichen Grundsätzen der DaZ-Förderung (Förderung folgender Lernbereiche: Hör- und Leseverstehen, Sprechen und Schreiben) das Erlernen komplexer Strukturen der deutschen Sprache in allen Fächern dar. So ist der Aufbau eines Fachwortschatzes in allen Fächern ein Lernziel für die ganze Klasse. Handlungs- und problemorientiertes Lernen ermöglichen und erfordern den Aufbau fester Sprachstrukturen. Wir geben dem Aufbau komplexer Sprachstrukturen deshalb das größte Gewicht, da dieser entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder ist.

Das Lernen dieser Bereiche wird durch eine additive Förderung in einer Kleingruppe auf Jahrgangsebene intensiviert (soweit dies mit Lehrerstunden abzudecken ist).

Sep 072014
 

Unser Ziel der LRS-Förderung: Wir wollen die Schüler/innen mit besonderen Schwierigkeiten in ihrer Lese- und Schreiblernentwicklung mit einer zusätzlichen Förderung intensiv fördern, um frühzeitig das Entstehen einer umfassenden Lernstörung in diesem Bereich zu verhindern.

Die Hamburger Schreibprobe zum Ende des ersten Halbjahrs der zweiten Klasse wird auch daraufhin ausgewertet, welche Kinder an der gezielten LRS-Förderung im Verbund zwischen der Caritas (Familien- und Schulambulanz) und der Schule teilnehmen. Die Eltern werden gezielt auf diese Förderung hin beraten.

Die Förderung beginnt mit dem zweiten Halbjahr im zweiten Schuljahr und dauert bis zum Ende der Klasse drei, sie wird bei Notwendigkeit auch in Klasse vier noch fortgeführt. Die Förderung findet nach abgesprochenem Programm anhand des Therapiematerials von Carola Reuter-Liehr statt: zunächst Training der phonologischen Bewusstheit, später von Rechtschreibstrategien in speziellen Übungen sowie im Spiel. Dazu wird pro Woche in insgesamt drei Stunden intensiv gearbeitet: zwei Stunden am Nachmittag durch Honorarkräfte in Verantwortung der Caritas nach dem Programm, eine zusätzliche Förderstunde wird ergänzend und auf Unterrichtsmaterial bezogen von einer Lehrkraft erteilt. Im Klassenverband erhalten die Kinder weiterhin eine gezielte Förderung durch differenzierte, auf ihren Lernentwicklungsstand abgestimmte Fördermaterialien/ Texte.